Konzeption

Maßgeblich für unsere Zielsetzungen und Umsetzung unseres Schulkonzepts sind die Bildungsstandards und die darauf abgestimmten für Niedersachsen eingeführten Unterrichtswerke. Dazu zählt u.a. die Erziehung zum selbstgesteuerten Lernen und Handeln im Schulleben. Die Schüler/innen dort abzuholen, wo sie in ihrer Entwicklung bei der Einschulung stehen ist Voraussetzung, um sie nicht zu über- bzw. zu unterfordern. Außerdem gibt es inhaltliche Absprachen mit den Kindergärten und weiterführenden Schulen.

Unser Schulkonzept basiert auf der Dalton-Pädagogik nach Helen Parkhurst (siehe hierzu auch: Unterrichtsqualität). Hiernach werden pädagogische, didaktische und organisatorische Ausgangspunkte zielgerecht auf die Prinzipien von Freiheit, Verantwortung, Selbstständigkeit und Zusammenarbeit durchdacht und darauf abgestimmt. Diese vier wesentlichen Erziehungsprinzipien und er Erwerb dieser Kompetenzen kennzeichnen unsere Arbeit.

Lesen Sie im Folgenden:

 

Arbeitspläne in den vier Jahrgängen

Unsere Schüler/innen erhalten einen Arbeitsplan, der ihnen ein zu erledigendes Pensum vorgibt. Dieses Pensum unterscheidet sich im Umfang in den vier Jahrgängen und ist leistungsdifferenziert gestaltet. Im ersten Schuljahr werden zunächst Tagespläne bearbeitet, in der Klasse 4 umfasst ein Arbeitsplan eine Schulwoche und beinhaltet auch die Übeaufgaben. Die vorbereitende Arbeit geschieht im Klassenverband zusammen mit dem Klassenlehrer. Der Arbeitsplan wird besprochen und auf mögliche Schwierigkeiten hin analysiert und Verständnisprobleme geklärt. Erst dann beginnt die eigentliche Dalton-Zeit, in der die Schüler/innen ihren Arbeitsplan bearbeiten. (siehe hierzu auch: Qualitätsmerkmal Verantwortung, Maßnahmen) In einer Schlussrunde wird noch einmal auf die Schwierigkeiten bei der Bearbeitung des Pensums eingegangen, auch auf mögliche Über- bzw. Unterforderungen. Der Lehrer überprüft die Ergebnisse der Schüler/innen stichprobenartig. Eine Rückmeldung an die Eltern durch schriftliche Schüleraussagen bzw. durch Lehrereintrag soll sie darüber informieren, wie das Kind gearbeitet hat und ob noch Schwierigkeiten bestehen, die in gesonderten Förderstunden aufgearbeitet werden müssen.

Neben den zu bearbeitenden Arbeitsaufträgen werden die Eltern im Arbeitsplan über die Lernziele, anstehende Klassenarbeiten, weitere Termine wie Veranstaltungen usw. und über das Arbeits- und Sozialverhalten der Schülerinnen und Schüler informiert. Die Eltern kennzeichnen durch ihre Unterschrift, dass sie informiert sind.

Auf dem Arbeitsplan ist zudem eine Verhaltensregel aufgeführt und eine Konsequenz bei Nichteinhaltung dieser Regel. Diese wird in Dienstversammlungen im Kollegium verabredet und ist für alle verbindlich. Dabei handelt es sich um Regeln, die das soziale Miteinander friedvoll steuern helfen und für Ordnung sorgen sollen. Die Regeln wechseln nach einer Übungszeit, in der sie sich festigen sollen, nach Erfolg. (Top)

Strukturierung des Schulalltags

Der Schulalltag ist strukturiert durch einen aktuellen Tagesplan. Dies trägt u.a. zur Einschränkung von Unterrichtsstörungen bei. Jeder Tag ist durch eine eigene Farbe gekennzeichnet, die für die Planung und Durchführung der Arbeitsaufträge in der Dalton-Zeit von Bedeutung ist. Eine Partnertafel zeigt an, mit welchem Partner über einen vom Lehrer festgelegten Zeitraum zusammen arbeitet werden soll. (Top)

Reflexion des Lernens/ Diagnostik

Regelmäßige Lerndokumentationen und die Erstellung von Förder- und Forderplänen unterstützen die Erstellung von differenzierten Arbeitsplänen. Ein Onlinediagnoseverfahren, das von den Schüler/innen selbstständig durchgeführt wird, gibt Auskunft über den jeweiligen Leistungsstand des einzelnen Schülers/der einzelnen Schülerin und erstellt ein individuelles Förderprogramm. Auch die in unseren Lehrwerken vorhandenen Zwischentests führen die Schüler/innen selbstständig durch. In regelmäßigen Abständen werden die Arbeitsergebnisse durch die jeweiligen Klassenlehrer/innen bzw. Fachlehrer kontrolliert.

Im Anhang der Arbeitspläne befindet sich in zeitlichen Abständen ein Reflexionsbogen, der teilweise von den Schüler/innen ausgefüllt werden soll, oder von den Kollegen ausgefüllt als Mitteilung für die Eltern dient.

So erhalten die Eltern regelmäßig eine Rückmeldung über den Leistungsstand ihres Kindes. (Top)

Umsetzung der Daltonpädagogik in den vier Jahrgängen
JahrgangUmsetzung / Zielsetzung
1. Klasse  Erlernen der Grundtechniken im Lesen, Schreiben und Rechnen
Einübung der Dalton-Hilfsmittel:
  • Kennenlernen und Üben der Farben der einzelnen Wochentage durch entsprechende Kennzeichnung nach Erledigung einer Aufgabe im Arbeitsplan
  • Kennenlernen der Symbole im Arbeitsplan
  • erste Selbsteinschätzungen
  • Kennenlernen der Handlungsweiser
Schulung der Konzentrationsfähigkeit:
  • - sich nicht von der Bearbeitung der Aufgaben ablenken lassen
  • - sich mit Lernwiderständen auseinander setzen
  • - über längere Zeit aufmerksam sein
Förderung der Selbstständigkeit:
  • selbstständiges An- und Ausziehen, selbstständiges Schuhe zubinden
  • Arbeitsmaterial selbstständig beschaffen und geordnet bereitstellen und wieder zurückstellen
  • selbstständig kleine Klassendienste verlässlich erledigen
  • erste Planungen im Arbeitsplan
  • Umgang mit Handlungsweisern
Förderung der Verantwortlichkeit:
  • verantwortliches Umgehen mit den eigenen Arbeitsmaterialien und Materialien der Klassenkameraden und der Schule
  • Verantwortung übernehmen in der Erledigung der Übungsaufgaben (ehemals Hausaufgaben)
  • die Klassendienste verantwortlich erledigen
  • 30 cm Regel (Lautstärke)
Förderung der Teamarbeit:
  • gemeinsames Arbeiten mit einem Wochenpartner unter Beachtung der Tagesfarben erste kleine Planungen gemeinsam vornehmen
  • die eigene Planung bei der selbstständigen Bearbeitung nutzen lernen und den Sinn einer Planung verstehen (zeitliche Verabredungen mit dem Partner)
  • Lösungshilfen auch in der Partnerkontrolle nutzen
Dalton-Didaktik / Dalton-Pädagogik:
  • Stationen- u. Gruppenarbeit als Vorbereitung für die Arbeit an Daltonplänen
  • zunächst nur Tagesplan, weiterführend Tagesplan über 1-3 Tage (bis hin zu einer Woche, wenn möglich)
  • Arbeitspläne: zu Beginn fächerbezogen, weiterführend fächerübergreifend
2. Klasse
Ausbau der Arbeitspläne / Förderung der Selbstständigkeit und der Selbstverantwortlichkeit, Förderung der Teamarbeit
  • Selbsteinschätzung und selbstständige Planung über mehrere Tage hinweg weitgehend selbstständige Bearbeitung eines Arbeitsplans unter Berücksichtigung der eigenen Planung
  • sich auf neue Aufgaben einstellen, Wahlthemen
  • Aufgabentexte selbstständig erlesen, die Intention verstehen und selbstständig umsetzen
  • Einführung und Übung der Selbst- und Partnerkontrolle
  • Reflexion der eigenen Arbeit nach Beendigung eines Arbeitsplans
Arbeiten im Team
  • Partner der Woche
3. Klasse
Selbstständigkeit / Verantwortlichkeit / Arbeiten im Team
  • Selbsteinschätzung und Bearbeitung übersichtlich gestalteter Arbeitspläne (fächerübergreifend)
  • Verstärkung der Selbst- und Partnerkontrolle
  • Wahlthemen

 

4. Klasse
 Selbstständigkeit / Verantwortlichkeit / Arbeiten im Team
  • selbstständige Planung und Bearbeitung eines fächerübergreifenden Arbeitsplanes
  • ggf. selbstständige Anfertigung eines Arbeitsplans/Selbstreflexion

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Bewegungsfreudige Schule

Schulsport ist ein zentrales Element für die Förderung der Bewegung von Schülerinnen und Schülern. Regelmäßiges Bewegen fördert einerseits die Konzentrations- und Lernfähigkeit und unterstützt andererseits den Gemeinschaftsgedanken.

Unser Schulprogramm wurde im Laufe der Zeit um vielfältige Bewegungsangebote erweitert. Unser Dalton-Konzept beinhaltet Bewegung, da die Kinder ihren Lernort in der Daltonzeit frei wählen können, somit nicht nur an ihrem Platz kleben . Darüber hinaus bieten wir auf dem Schulhof reichhaltige Bewegungsmöglichkeiten, wie z. B. klettern, laufen, das Bewegen an Spiel- und mit Kleingeräten, aber auch Rückzugsmöglichkeiten zum Ausruhen und Entspannen. Unser Schulhof wurde daraufhin in verschiedene Zonen eingeteilt:

  • - Ballzone
  • - Völkerballfeld
  • - Korbballfeld
  • - Zielwurfwand
  • - Torwand
  • - Fußballfeld
  • - Fußfühlpfad
  • - Handfühlwand
  • - große Sandfläche
  • - div. Spielgeräte
  • - Baumstämme zum Klettern
  • - Bodenspielmöglichkeiten wie Schach (Schachteppich), verschiedene Hinkelspiele
  • - Hügel entlang des Schulhofs und weitere Anlagen zum Verstecken spielen und als Rückzugsmöglichkeit

Vier Tischtennisplatten und Kicker im Schulgebäude komplettieren das Angebot.

Ein Spielehäuschen mit einem Angebot vielfältiger Spiel- und Bewegungsgeräte soll dazu beitragen, unser Schulgelände zu einem Raum bewegter Schulkultur für unsere Schüler/innen werden zu lassen. Spieleausgabe und eine ordnungsgemäße Rückgabe wird von Schüler/innen der 4. Klassen geleistet. Um die Bewegungs- und Spielzeit unserer Schüler/innen zu optimieren, verzichten wir zugunsten der großen Pausen auf 5-minütige Pausen.

Neben den Unterrichtsfächern Sport und Schwimmen bieten wir sportliche Arbeitsgemeinschaften wie Fußball, Handball, Völkerball, Fit for kids, eine Sport-Spiele-AG und einen bewegten Anfang an. Die Zusammenarbeit mit dem FC und dem Kreissportbund bereichern unser Schulleben im Hinblick auf Bewegung. Die Badmintonabteilung bietet für unsere Kinder innerhalb des Sportunterrichts eine Einführung ins Badminton an. Jeden Mittwoch findet eine Badminton AG statt. Die Kinder nehmen dies begeistert an und auch die Badmintonabteilung freut sich über den Zuwachs in der Jugendabteilung.

Den schulsportlichen Wettbewerben misst die Landesregierung ebenfalls große Bedeutung bei. So nimmt unsere Schule an den verschiedensten Wettbewerben wie das Handball- bzw. Fußballturnier der Obergrafschaft und bei den Sportabzeichenprüfungen teil. Die Bundesjugendspiele sind seit langem ein wichtiger Meilenstein in unserem Schulsportjahr, ebenso die Schulsportwoche und die Pausenturniere.

Da die Erziehung zur Selbstständigkeit ein Element der Daltonpädagogik ist, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auch während der Unterrichtszeit sich im Unterricht zu bewegen. Notwendige Bewegungshandlungen wie der Toilettengang, das Hände waschen, bereitgestellte Arbeitsmaterialien zu beschaffen, Heftdienste, Hilfe holen (vom Mitschüler oder vom Lehrer), sollen dazu beitragen, eine Haltungskonstanz zu vermeiden und werden ohne Rückfrage an den Lehrer selbstständig von den Schülern ausgeführt.

Unsere Schüler arbeiten mit Wochenpartnern zusammen, um ein positives Sozialverhalten zu entwickeln, wechseln somit ihre Arbeitsplätze und dürfen während der Daltonzeiten ihren Arbeitsplatz selbstständig bestimmen (auch außerhalb des Klassenraums).

Für ein dynamisches Sitzen wurden besondere Stühle für alle Schüler und Schülerinnen in den Klassenräumen, im Mensabereich und für das Kollegium angeschafft. Das Hin- und Herrutschen auf diesen Stühlen wird im Normalfall als natürliche Reaktion des Körpers durch die Lehrkraft wahrgenommen und nicht sofort als Undiszipliniertheit eingeordnet.

Bestandteil unseres Schulkonzeptes ist ein bewegter Anfang jeden Montag. In Überlegung ist eine Erweiterung auf einen weiteren Tag.

Ebenfalls ist unser Bewegungsprogramm durch einen Osterlauf, Sponsorenlauf, eine Sportwoche und Vorbereitung auf den OLB-City-Lauf erweitert worden. Wie gehabt besuchen unsere Schüler und Schülerinnen zweimal im Jahr die Eissporthalle.

Auch im Unterricht spielt die Bewegung eine wichtige Rolle. Nicht nur die individuellen Bewegungsfreiheiten, die ohne zu fragen von unseren Schülern und Schülerinnen selbstständig ausgeführt werden, sondern auch Auflockerungsgymnastik, wie Partnergymnastik u. ä.  tragen dazu bei, die Bewegung der Kinder zu fördern. Zusaätzlich befinden sich Bewegungsaufgaben im Daltonplan. Spezielle Bewegungsformen können mit den SchülerInnen verabredet werden, wie z. B.  Rhythmusübungen, Rhythmusspiele, Bewegung und Musik usw. Diese kleinen Bewegungssequenzen dienen der Steigerung der Lernfreude und verbessern die Sauerstoff- und Zuckerversorgung des Gehirns. Übungen wie Fantasiereisen und Massagen (Massagegeschichten) dienen der Entspannung. (siehe hierzu auch oben aufgeführte Aktionen)

Nicht nur die sportliche Leistung findet in unserem Sportunterricht Anerkennung, sondern ebenfalls der persönliche Einsatz, die Hilfsbereitschaft und die Fairness. Die Wertschätzung findet in einer sofortigen Rückmeldung durch die Lehrkraft, im direkten Lehrer-Schüler-Gespräch aber auch in der Vergabe von Medaillen, Pokale und Urkunden statt. Diese werden in einer gemeinsamen Veranstaltung im Theater der Obergrafschaft oder auf dem Schulhof an die entsprechenden Schüler und Schülerinnen wertschätzend ausgegeben. Daran nehmen alle Schüler und Schülerinnen unserer Schule und das Kollegium teil.

Die Aktion OLB-Citylauf wird an unserer Schule auf freiwilliger Basis gerne angenommen, dient darum nicht zur Zensurenaufbesserung. Wir freuen uns deshalb umso mehr, dass in diesem Jahr über 50 Kinder unserer Schule daran teilgenommen haben.

Fotos der jeweiligen sportlichen Aktivitäten werden in der Eingangshalle am Monitor abgespielt. Hier freuen sich die Kinder, wenn sie sich in Aktion von z. B. als Schiedsrichter bei diversen Turnieren in der Turnhalle und auf dem Schulhof bestaunen können. Sie haben aber auch im Schülerrat die Möglichkeit, an der Entwicklung unserer Sportfreundlichen Schule mitzuwirken. (Top)

 

Hausaufgabenkonzept (angelehnt an die Daltonpädagogik)

(Stand 2016)

Als Schule sind wir aufgefordert, unser Hausaufgabenkonzept zu überarbeiten. Die rechtliche Grundlage bildet der Runderlass des Kultusministeriums v. 16.12.2004-33-82100. Dieser wird derzeit vom Kultusministerium überarbeitet.

Durch die Einrichtung einer Ganztagsschule, an der unsere Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben, bis 15.00 Uhr an unserer Schule zu sein, fühlen wir uns verpflichtet, auf die Belastbarkeit der Kinder Rücksicht zu nehmen.

Da Hausaufgaben in erster Linie der Übung dienen und den Unterricht ergänzen sollen, haben wir an unserer Schule Übezeiten eingerichtet. In dieser Zeit können die Schüler und Schülerinnen das Übungsmaterial (früher Hausaufgabe) an drei Vormittagen in der Schule erledigen. Die Teilnahme ist freiwillig. Hier erfahren die Kinder die individuelle Unterstützung bei der Bearbeitung ihrer Aufgaben durch Lehrkräfte bzw. pädagogische Mitarbeiter/innen.

Die Schüler und Schülerinnen haben die Möglichkeit über eine Woche das Übungsmaterial, welches im Wochenplan aufgeführt ist, in der Bearbeitung selbstständig einzuteilen. Die Kontrolle kann in Partnerarbeit bzw. über die Eltern erfolgen. Die zuständige Lehrkraft kontrolliert in letzter Instanz.

Durch das Anfertigen von Hausaufgaben soll das selbstständige Handeln und Lernen Ihres Kindes unterstützt werden. Das entspricht unserem Schulkonzept (Daltonpädagogik). Gemäß diesem werden die Aufgaben zunehmend individualisiert. Eine Aufgabe wird attraktiver, wenn die Schüler diese in verstärktem Maße selbst bestimmen und wenn möglich, auch Interessengebunden ausführen können. (Top)